Wohnwände

Als eine Wohnwand bezeichnet man einen mehrteiligen Schrank, den man aus unterschiedlichen Elementen zusammensetzen kann. Das Synonym für Wohnwand ist Schrankwand. Man kann die Elemente der Wohnwände einzeln oder zusammengeschraubt nebeneinanderstellen. Häufig werden die Wohnwände als Raumteiler genutzt, um im Zimmer für mehr Platz zu schaffen beziehungsweise hat das den Effekt das Zimmer größer wirken zu lassen und es schafft eine moderne Atmosphäre.

Die Schrankwände schaffen einiges an Stauraum in einem Zimmer und können das Zimmer unter anderem zwei- oder dreiteilen. Dadurch wird ein großes leeres Zimmer zu einem bewohnten modern eingerichteten Raum.

Wohnwände werden als Serienfertigung oder Einzelfertigung hergestellt. Bei einer Serienfertigung gibt es den Vorteil, dass man sich ständig weitere Elemente zu seinen Wohnwänden kaufen kann, selbst nach dem einige Monate vergangen sind und das zu einem günstigen Preis. Die Einzelfertigung, oder Fertigung nach Maß genannt, hat ist qualitativ hochwertiger, aber dafür sind die Elemente teurer und nach einigen Monaten muss man einen neuen Auftrag machen, wenn man seinen Wohnwand, um ein Element erweitern möchte.

Die Wohnwände werden entweder aus beschichteten Spanplatten oder aus stabverleimten Tischlerplatten hergestellt. Es gibt Metallbeschläge am Konstruktionsboden von Wohnwänden, die oft beansprucht werden, um diese stabiler zu machen (beispielsweise im Büro). Die Metallbeschläge dienen noch für Türverriegelungen, Fachbodenträger und Türscharnieren. Des Weiteren hat man die Möglichkeit bei Wohnwänden spezielle Elemente wie Hängeregistraturen, Durchgangstüren, Tresore, Ausziehrahmen oder Formulareinsätze einzubauen. Dies schafft viele neue Möglichkeiten die eigene Wohnwand den individuellen Vorstellungen anzupassen.

1921 ist das Jahr, in dem die Wohnwände zum ersten Mal auf den Markt kamen. Prof. Franz Schuster ist Architekt in Wien und hat ein System zu den Wohnwänden entworfen. Er arbeitete für die Möbelfabrik Erwin Behr und stellt dort auch sein Programm vor. 1955 wurde von Johann Bus ein neues Modell für Wohnwände vorgestellt. Sein Modell hieß „Behr Möbel Zerlegbar“ („BMZ“) und dieses Modell war bis in die achtziger Jahre erfolgreich. Ab dann trat die Konkurrenz ins Spiel und Behr war nicht mehr Alleinhersteller von Wohnwänden. Die Firma Hülsta veröffentlichte  den „Allwand“ während die Firma Interlübke den „SL“ vorstellte.

Seit dem erfreuen sich die Wohnwände großer Beliebtheit und es gibt heute zahlreiche Hersteller von Wohnwänden. Sie finden ihren Gebrauch im Büro, um platzsparendes Arbeiten zu ermöglichen, und im privaten Bereich, wo sie genutzt werden, um der Wohnung einen persönlichen Touch zu geben. Die Wohnwände haben sich im Jahr 1997 über 4 Millionen Mal verkauft.